Sardinien – Gola di Gorropu und Urzulei

Nach unseren Besuch der Cala Goloritze zogen wir weiter in die Berge nach Norden. Hier in der Gegend um Urzulei besteht die Möglichkeit für ausgiebige Wanderungen in einer wilden und unberührt erscheinenden Berglandschaft. Das absolute Highlight in der Gegend ist ein Besuch der Gola di Gorropu. Die Gola di Gorropu ist eine der tiefsten Kalkstein Schluchten Europas mit bis zu 500 Meter hohen Felsenwänden. Eine Wanderung durch die Schlucht solltet ihr euch nicht entgehen lassen – dafür stehen verschiedene Optionen zur Auswahl.

Der Zutritt zur Schlucht ist über verschiedene Wege möglich. Zum Einen über einen verschlungen Fahrweg von dem ca. 18 Km entfernten Dorgali aus. Eine andere Möglichkeit besteht als geführte Tour von einen Parkplatz der SS125 zwischen Urzulei und Orosei. Dort befindet sich das Campo Base Corropu [1], von dem aus geführte Touren hinunter zur Schlucht möglich sind. Trotz der direkten Lage an der Straße gibt es hier auch eine Möglichkeit zum Parken mit dem Wohnmobil.

Bei unseren Besuch hatten wir leider einfach Pech mit dem Wetter. Wegen heftiger Unwetter Warnungen war der Zugang zur Schlucht gesperrt, so dass wir die Tour auf unseren nächsten Sardinien Reise verschoben haben. Direkt neben dem Camp führt ein kleiner steiniger Weg zu einen nahe gelegenen Aussichtspunkt. Von dort kann man wenigstens einen Blick über die weitläufige Landschaft genießen. Immerhin – besser als gar nichts.

Auf dem Weg von oder zum Ausgangspunkt der Schlucht lohnt sich ein Abstecher in das unterhalb der SS125 gelegene Urzulei. Der kleine Ort ist gekennzeichnet von kleinen verschlungen Gassen die teilweise steil hinauf- oder hinab führen. Es gibt einen kleinen Marktplatz, das dazu gehörige Cafe und einige kleine Geschäfte. Bemerkenswert sind die, im ganzen Ort zu sehenden, Wandmalereien. Wir hatten leider nicht viel Zeit da, es schon spät am Abend war und es schnell dunkel wurde. Schade, ich hätte gerne noch einige Aufnahmen von den kleinen Gassen gemacht. So ist es bei einigen Aufnahmen von den Wandmalereien geblieben.

Übernachtet haben wir in der Nähe der Straße auf einen etwas abgelegenen ‘wilden’ Parkplatz. Hier oben in den Bergen ist das kein Problem und selbst die Carabinieri haben uns keines Blickes gewürdigt. Um so größer war die Überraschung am nächsten Morgen. Kaum haben wir die Seitentür geöffnet, steckte auch schon ein Esel seinen Kopf in unseren Camper. Wer kann bei den großen schwarzen Augen schon widerstehen? Äpfel und Karotten hatten wir am Vorabend auf dem kleinen Marktplatz in Urzulei noch gekauft. Da hat der Esel aber Glück gehabt …

[1] Unbezahlte Werbung

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